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Ins Tun kommen mit dem Kanban Board

Das Kanban Board bringt nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch Vereinfachung. Es ist eines der agilen Tools, mit der besten Aufwand-Ertrags-Relation. Nachfolgend wird das Kanban Board in seiner praktischen Anwendung vorgestellt.
David Kaspar
Montag, 30. Aug. 2021

Was ist das Kanban Board?

Das Kanban Board ist eine einfache, hoch wirksame Agile Methode, die hilft, die Arbeit in einem Team visuell darzustellen und Arbeitsabläufe in Echtzeit sichtbar zu machen. Alle Teammittlieder sehen auf einen Blick was ansteht («to do»), was aktuell bearbeitet wird («doing») und was schon erledigt wurde («done»). Durch dieses einfache Tool können Leerläufe, Doppelarbeiten und Engpässe vermieden werden. Probleme in der Ressourcenplanung werden sofort erkannt und es kann zeitnah reagiert werden.

Woher kommt das Kanban?

Kanban kommt aus dem japanischen Sprachraum und steht für Signalkarte. Die Methode ist nicht neu, sie wurden in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts im Rahmen der Lean Management-Strömung im technischen Umfeld von Toyota entwickelt. Heute wird Kanban in vielen, vor allem auch nicht technischen Unternehmen, mit grossem Erfolg angewendet

Visuelle Darstellung


Ein Kanban Board ist so aufgebaut, dass alle Aufgaben auf einen Blick transparent sind. Dafür werden in einem ersten Schritt Spalten angelegt. Diese stehen für den Arbeitsprozess, den die Aufgabe durchläuft. Dank dieser einfachen und reduzierten Darstellung kann jedes Teammittglied sofort den Status quo einer Aufgabe bzw. eines Projektes erkennen.

In der einfachsten Version wird mit drei Spalten gearbeitet: To do, doing, done. Es hat sich als zieldienlich erwiesen, diesen drei Spalten eine Vierte voranzustellen, eine sogenannte Ideenspalte, oder auch als Backlog bezeichnet. Dort werden Anregungen, Gedanken, Vorschläge gesammelt, die noch nicht reif sind, um sie anzugehen, aber dennoch so wertvoll sind, dass sie gesammelt werden sollen. Sie können jederzeit in die Spalte «to do» überführt werden.

Praxistipp

Das Kanban Bord kann elektronisch abgebildet werden mit Tools wie z.B. Trello oder als physisches Board. Beim physischen Board wird meistens mit farbigen Post-It's gearbeitet. So kann man diese flexibel von einer Spalte in die andere bewegen. Der Vorteil des physischen Kanban Boards ist, dass man sich als Team jeden Tag zu einem kurzen Standup-Meeting vor dem Board versammeln kann. Jeder sieht was zu tun ist. Das ganze Team ist im Austausch über Projekte und Aufgaben. Durch diese Vorgehensweise fallen langwierige Meetings weg, durch eine kurze Statusabfrage wird allen transparent, was ansteht, Blockaden werden sichtbar und Teilerfolge können hinreichend gewürdigt werden.

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David Kaspar
Montag, 30. Aug. 2021